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Bundesregierung beschließt neue

Besteuerung von Investmentfonds

und deren Ausschüttungen

15.06.2016

   

Bundesregierung beschließt neue Besteuerung von Investmentfonds und deren Ausschüttungen

 


Investmentfonds sammeln Geld von Anlegern und investieren es in verschiedene Anlagebereiche, wie beispielsweise Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere. Die vom Fonds erzielten Erträge sind bisher nicht von ihm zu versteuern, sondern erst die Ausschüttung an die Anleger. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, durch den sich die Besteuerung der Fonds und der Anleger ab 2018 ändern soll. Das Gesetz soll am 10. Juni 2016 vom Bundestag verabschiedet werden.

 

Wesentliche Änderungen bei den Fonds:
Fonds sollen künftig ihre inländische Dividenden und Immobilienerträge versteuern. Andere Erträge, wie Zinsen oder Veräußerungsgewinne bleiben weiter steuerfrei. Fonds, die nicht oder nur sehr wenig ausschütten, sollen vorab eine pauschale Steuer (sog. Vorabpauschale) zahlen. Außerdem sollen Steuervorteile durch sog. Cum Cum Geschäfte rückwirkend zum 1. Januar 2016 nicht mehr möglich sein.

 

Wesentliche Änderungen bei Privatanlegern:
Privatanleger müssen ihre Ausschüttungen wie bisher mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 % versteuern, ggf. auch mit dem niedrigeren persönlichen Steuersatz. Bei bestimmten Fonds sollen sie aber ab 2018 teilweise steuerfrei sein. Die Steuerfreiheit beträgt dann bei:

 

  • Aktienfonds 30 %
  • Mischfonds 15 %
  • Immobilienfonds 60 %
  • Immobilienfonds mit überwiegend ausländischen Immobilien 80 %.

 

Nachteilig für Privatanleger ist ab 2018 die Versteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von Fondsanteilen, die vor 2009 angeschafft wurden. Die aus diesen bestandsgeschützten Alt Anteilen erzielten Veräußerungsgewinne sind dann insoweit zu versteuern, als sie auf Wertsteigerungen ab 2018 entfallen und einen Freibetrag von 100.000 € je Anleger übersteigen.
(Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums der Finanzen vom 24.02.2016)


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