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Sturz im erkennbar frisch

geputzten Treppenhaus

 25.07.2015

   

Sturz im erkennbar frisch geputzten Treppenhaus

 

Wer in einem erkennbar frisch geputzten Treppenhaus ausrutscht, weil er sich nicht am Geländer festhält, ist selbst schuld und bekommt weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz. Das hat das Amtsgericht München entschieden.


In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte sich ein Mieter beim Sturz im frisch gereinigten Treppenhaus erheblich verletzt, was eine Schwerbehinderung und eine volle Erwerbsminderung nach sich zog. Er nahm daraufhin seine Vermieterin auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Anspruch.


Das Gericht ging in seiner Entscheidung von einem hundertprozentigen Mitverschulden des Mieters an dem Unfall aus. Nach den Feststellungen des Gerichts war das gut beleuchtete Treppenhaus, wie dort üblich bei den turnusmäßigen Reinigungen, deutlich erkennbar sehr nass und mit einem stark riechenden Reinigungsmittel behandelt. Der Mieter hätte sowohl wegen des Geruchs als auch wegen der offenbar eindeutigen Wahrnehmbarkeit der Nässe auf dem Boden die Rutschgefahr erkennen und sich an dem vorhandenen Handlauf festhalten müssen.




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